Die Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell e.V. hatte zu einem Besuch der Moselgemeinde Alken eingeladen. Und es kamen fast dreißig interessierte Teilnehmer.
Mit Karl-Heinz Schunk erlebten wir einen hoch interessanten Nachmittag. Karl-Heinz hat ein enormes Wissen über seine Heimatgemeinde Alken und deren Geschichte und verstand es, dieses Wissen sehr unterhaltsam den Teilnehmern zu vermitteln.
Alken ist schon im 10. Jahrhundert als „Alkana“ urkundlich erwähnt und hat mit seiner Doppelburg „Thurant“ eine weltweite Bekanntheit. Die Besonderheit der Burg ist, dass zwei „Herren“ jeweils auf dem gleichen Bergsporn im 11, und 12. Jahrhundert ihre Burgen bauten, nämlich „Kurköln“ und „Kurtrier“. Alken hatte eine „Stadtbefestigung“ von der noch viele Teile erhalten sind. Zum Beispiel der Wehrturm aus dem Jahr 1256 an der Mosel-Promenade, das „Fallertor“ als südliches Tor der Befestigungsanlage und das Osttor im Bachtal.
Ein erstes Highlight des Rundgangs war das ab 1350 erbaute „Wiltbergschloss“, das heute von mehreren Parteien bewohnt ist. Zum Areal dieses Schlosses gehört auch das Weingut „AHA“ = Anton-Hammes-Alken“. Weitläufige Gewölbekeller, die ehemals zum Schloss gehörten sind vom Weingut genutzt und liegen unter Gebäuden, einer Straße und einem Weinberg.
Unmittelbar am Weingut startet die hohe Treppe hinauf zur historischen „St. Michaels-Kirche“ erbaut ab 1015. Der Weg über die vielstufige Treppe lohnt sich. Nicht nur wegen der einmalig schönen Aussicht über Alken und das Moseltal. Aber auch das Innere der Kirche, die bis 1849 die Pfarrkirche war. Nach dem Bau der neuen Pfarrkirche wurde die Michaels-Kirche verlassen, ihre Ausstattung in die neue Kirche und andere Stellen übergeben. Fast 150 Jahre befand sich „St. Michael“ im „Dornröschen-Schlaf bis nach 1981 zahlreiche Bürger eine Restaurierung, unter anderem eine Freilegung wertvoller Fresken und eine Neu-Ausstattung der Kirche mit großem Aufwand an ehrenamtlicher Arbeit und finanzieller Mittel durchführten.
Der Rundgang endete am und im „Fallertor“ mit vielen Informationen über die Geschichte Alkens.
Rund ein Dutzend Teilnehmer stärkten sich anschließend in einer Alkener Straußwirtschaft. Der Besuch in Alken hat sich gelohnt.
Gerhard Schommers
Foto: Gerhard Schommers: die Besucher vor dem Portal des Wiltbergschlosses,