Weinbau in Alken

Ländliche Bodenordnung ·  Erhalt der Weinkulturlandschaft Mosel

Alkener WeinDass Weinbergsflurbereinigung nicht gleichzusetzen ist mit „Kultursteppe“, ausgeräumter Landschaft und Vernichtung des Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, zeigt das Bodenordnungsverfahren Alken. Das Ziel, den Winzern die Arbeit zu erleichtern, dabei aber so wenig wie möglich in die Landschaft einzugreifen, ist gelungen. Dies bestätigen nicht nur die Einwohner von Alken sondern auch die vielen Touristen, die den Ort immer wieder besuchen. Auch in Alken wurden Wege gebaut und Weinbergsflächen planiert, dies jedoch unter größtmöglicher Rücksicht auf das Landschaftsbild und den von der Burg Thurant überragten Ort.
Von den rd. 15 ha bestockter Rebfläche sind lediglich 6 ha maschinengerecht hergerichtet worden, alle anderen Weinbergsflächen blieben in ihrer historischen Form mit Weinbergsterrassen erhalten. Eine Verbesserung ihrer Be-wirtschaftung wurde durch die Zusammenfassung des zersplitterten Grundbesitzes und den Bau neuer Erschließungswege erreicht.

Diese Wege, nicht nur für den Winzer gebaut, sondern auch von den Touristen gerne angenommen, schmiegen sich der Landschaft an. Stützmauern aus heimischer Grauwacke, teilweise als Gabione oder Trockenmauer erinnern an die für die Untermosel typischen Terrassenmauern. Diese bilden zusammen mit den vorhandenen Mauern der Kleinterrassen, welche in erheblichem Umfang im Rahmen des Verfahrens saniert wurden, mit den neu angelegten Steinriegeln und den Krautstreifen entlang der Vorfluter ein Netz von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.

Alkener WeinbauAber nicht nur im Weinberg sondern auch im Ort selbst sieht man die Ergebnisse der Flurbereinigung. So wurde die historische Stadtmauer in einem Teil freigelegt und durch einen Fußpfad erfahrbar gemacht.

Ein kleiner „Dorfplatz“ mit Bänken und einer rebenbewachsenen Pergola wird von den Bewohnern gerne ange-nommen. Die Neugestaltung und Vermessung der Grundstücke im Ortskern unterstützte die Maßnahmen der Dorferneuerung.

Ein weiteres Problem in Alken, die unkontrollierte Zuleitung des Oberflächenwassers aus den Weinbergen in die Ortslage, wurde im Verfahren entschärft. Ein naturnah gestalteter Vorfluter führt das Wasser abseits der Ortslage zur Mosel.

Der Ort Alken zeigt deutlich, dass die Bodenordnung gerade heutzutage ein geeignetes Instrument zur Erhaltung und Weiterentwicklung des ländlichen Raumes ist.

Größe des Bodenordnungsverfahrens: 101 ha, hiervon 15 ha Weinberg
Anzahl der Grundstückseigentümer: 400

Aus 2900 Grundstücken wurden 900 neue Wege, teilw. mit Trockenmauern Wasserführung als Natursteinrinnen 900 Meter Baumreihen  und Hecken 10 ha großräumige Biotope.

Ausführungskosten: rd. 3,1 Mio EURO
Eigenleistung: 11%
Ankauf Ökoflächen: für 10.000,- EURO

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